Euro-Trip 3/3: * Slowenien*

 

Endlich in Slowenien angekommen! Das Beste kommt zum Schluss – insgeheim freuten wir uns auf Slowenien nämlich am meisten. Wir fahren mit dem Auto über Bergpässe, durch Wälder und schließlich sehen wir am Horizont sogar Meer. Unser digitaler Reiseführer preist in fast jeder Stadt die vorhandenen Bäder und Thermen als Highlight an. Oftmals sind die "Bäder" aber ziemlich unspektakulär und überhaupt nicht so "Spa" und "Wellness"-mäßig, wie ich mir das vorgestellt habe. In Deutschland würde man einfach "Hallenbad" sagen – gut, das Wasser scheint hier immer aus einer Quelle zu kommen. Und so probieren wir es in Dolenjske Toplice mit einem 4-Stunden-Ticket und waren froh, dass die Dämmerung dem gefliesten Schwimmbad etwas mehr Romantik verlieh.

 


 

Für die offizielle Bären-Saison (von Juli bis September) sind wir leider schon zu spät dran. Trotzdem finden wir noch einen Touranbieter, der uns trotzdem mit in den Wald nimmt. "Die Chancen sind sehr gering", werden wir gewarnt – und um das vorwegzunehmen: Wir werden tatsächlich keine Bären sehen. Aber die Exkursion mit unserem erfahrenen Guide durch das Gebirge um Postojna ist eines der aufregendsten Ausflüge auf der ganzen Reise. Nachmittags werden wir im Hotel abgeholt und fahren gefühlt stundenlang in die Einöde. Unser Guide ist staatlich angestellter Jäger und in seiner Freizeit zeigt er Touristen Bären (er gibt sich größte Mühe). Wir fahren an einem Militärübungscamp vorbei – mitten im Nichts, nur Bäume und ein nachgebautes afghanisches Dorf zum Schießen üben!

 


 

Unser Guide ist gegen dieses Camp, doch seit Slowenien der EU beigetreten ist, gibt es das hier. Weiter auf der Fahrt, reicht er immer wieder sein Handy nach hinten, um uns Bilder von seinen erlegten Tieren zu zeigen. Mitten im Nationalpark hält er plötzlich an und gibt uns eine Einweisung, wie wir uns auf dem Beobachtungshochsitz zu verhalten haben. Wir müssen absolut ruhig sein und sollen uns nicht bewegen! Am besten nicht mal an der Nase kratzen. An dieser Stelle lädt unser Guide auch seine Waffe – nur für den Fall.....So klettere ich mit meinem 6-Monats-Schwangerschaftsbauch die steile Leiter zu dem Hochsitz. Oben angekommen, nehme ich eine möglichst bequeme Sitzposition ein, denn wir werden vier Stunden ohne Bewegung hier verweilen. Was wir da noch nicht wussten,

dass in kurzer Zeit eine Wühlmaus-Familie über unsere Füße und Beine laufen wird. Wir blicken durch die schmale Öffnung in den Wald mit dem Fernglas, doch leider haben wir kein Glück. (Nur einen sehr zutraulichen Fuchs sehen wir.)

 


 

 

Die letzte Etappe unserer Reise verbringen wir in Piran. Eine Stadt, wie man sie schöner nicht malen könnte. Die gepflasterte Altstadt mit ihren schmalen Gassen, das Hafenpanorama mit seinen Segelschiffen und die Uferpromenade mit Restaurants und Cafes, von denen eins einladener aussieht als das andere.