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Bergdörfer im Landesinneren. Empfehlenswert?

Trodoos Region mit dem Leihwagen erkunden

Wer an Zypern denkt, hat meist Strände und Meer im Kopf. Und das war eigentlich auch unsere Intention die Reise hier her zu buchen. Sandburgen bauen, dem Wellen-Rauschen lauschen und doch zumindest die Füße ins Wasser halten. (Einige Hartgesonnene sind auch komplett ins Meer gegangen, aber das ist uns bei 17° C zu kalt....). Doch dann haben wir uns kurz vor der Reise in Jordanien noch mit einem brasilianischen Couchsurfer unterhalten, der kürzlich auch in Zypern war. Und er sagte:

 

"Für mich, aufgewachsen und groß geworden an den Stränden der Copacabana, sind die Strände in Zypern absolut unspektakulär. Aber die Bergdörfer, die Serpentinenstraße, die lassen mich nicht mehr los."

 

Diese klare Aussage noch in unseren Köpfen, haben wir ein bisschen recherchiert, einen Leihwagen gemietet und sind weg vom Strand, hoch ins Gebirge gefahren. Hier sind ein paar Empfehlungen.

Lofou

Lofou ist gute 45 Minuten von Limasol entfernt und ist unser erster Stopp auf der Erkundungstour. Es ist der 1. Januar im neuen Jahr und wir sind zudem auch noch ziemlich früh unterwegs. Das Dörfchen macht also wortwörtlich einen ziemlich verschlafenen Eindruck - verständlich. Ein Spaziergang durch das Dorf ist wie eine Zeitreise...Alles hier ist aus Steinen erbaut: Die Häuser, die Straßen, die Kirchen. Es sieht wunderschön aus. Auch gibt es ein kleinen Spa-Hotel, wo man einen Kaffee trinken kann....

Trodoos

Total unerwartet liegt in Trodoos Schnee. Ein kleines Winterwunderland erwartet uns. Am Straßenrand werden Schlitten verkauft, in kleinen Buden wird Glühwein angeboten. Für alle, die wie wir komplett unvorbereitet hier landen, kann man Winterjacken, Mützen und Handschuhe erwerben. Wir sind nur auf der Durchreise und es lohnt sich nicht für uns. Ich habe das Gefühl die Häfte der Menschen aus Zypern ist hier, um ein Foto im Schnee zu schießen. Es ist überlaufen, keine freien Parkplätze, die Menschen laufen auf der Straße, weil die Bürgersteige zu klein sind. Trodoos ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region. Hier gibt es mehr Infrastruktur, als man in einem "Dorf" vielleicht erwarten würde: Viele Cafes, Shops, Restaurants und Museen.

Kaledonische Wasserfälle

Wieder ein paar Höhenmeter weiter unten. Wir möchten zu den kaledonischen Wasserfällen wandern. In den letzten Tagen hat es viel geregnet (in den Bergen offensichtlich noch mehr, als bei uns in Limasol). Nach einem 15-minütigen Spaziergang ist der Weg von einem überlaufenden Fluss versperrt. Johanna merkt gar nicht, dass dies nicht der eigentliche Wasserfall ist....:) Sie spielt ihr übliches "Angelspiel" und ist von den großen Wassermengen sehr beindruckt. Für Wanderer ist dieses Gebiet Luxus.

 

Vom Wanderparkplatz gehen insgesamt vier Routen zu unterschiedlichen Wasserfällen ab.

 

Alle mit unterschiedlichen Entfernungen und Schwierigkeitsgraden. Wirklich sehr empfehlenswert!

Pedoulas

Pedoulas ist wirklich ein Bergdorf! Es gibt keine gerade Ebene, das ganze Dorf ist am Hang gebaut. Die Wolkendecke liegt direkt auf den Dächern, es ist klamm und feucht. Das Dörfchen gibt sich Mühe, hier sind bis jetzt die meisten Restaurants und Cafes geöffnet. Doch irgendwie springt bei uns der Funke nicht über. Gefühlt sind wir die einzigen Ausländer und die Blicke bleiben auf uns kleben. Die Kirche ist imposant und strahlt in weiß selbst bei diesem Dreckswetter. Eigentlich wollten wir hier Mittagessen, doch verspüren wir den Drang, doch noch etwas weiter zu fahren.....

Kakopetria

Kakopetria ist unser Dorf. Vielleicht das schönste auf der ganzen Tour. Es ist wunderschön gelegen und hat eine imposante Altstadt, inklusive dieser kleinen Wuzelhäuschen und unebenes Kopfsteinpflaster. Gemütliche Stimmung garantiert. Hier passt auch das regnerische Wetter wieder. Viele kleine Buden haben geöffnet, verkaufen selbstgebackene Kekse und Glühwein. Die Restaurants sind hier normalpreisig und nicht exklusiv für Touristen. Viele Dorfbewohner kehren hier ebenfalls ein. Von gehobener Küche bis zu Imbissen ist alles vertreten. Und selbst die Pita-Bude sieht hier total einladend aus, mit besten Blick auf das Dorftreiben.

Pano Platres

Auf dem Rückweg, es dämmert schon langsam, fahren wir noch durch Pano Platres. Ebenfalls einen Abstecher wert. Das Dorf an sich bietet zwei, drei Möglichkeiten zu essen bzw. einen Kaffee zu trinken. Außerhalb des Dorfs liegt eine Brücke mit Viewpoint. Es ist fantastisch und man denkt, man blick über den tropischen Urwald in Südostasien...




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